Das Ensemble Klangbilder erkundet Melodien aus dem jesidischen, afghanischen und deutschen Kulturraum. Die Instrumentalisten mit Saz, Rubab, Akkordeon, Hamonium, Kontrabass, Darabuka und Percussion erkunden bei ihren Konzerten ein Miteinander, loten den Raum aus und spielen einfach gute Musik.

Als wir uns als Musiker zum ersten Mal trafen, konnten wir uns nur durch die Musik und das Herz verstehen. Beim Musizieren haben wir Musiker mehr von einander verstanden und erfahren, als wir mit Worten uns erzählen vermochten. Wenn zwei Menschen sich nicht verständigen können, entsteht etwas Drittes. Das Dritte setzt sich aus Bildern zusammen, die umfangreiche Auskunft über das Mögliche im Miteinander geben.

Die Form unserer Begegnung entwickeln wir ständig weiter. Neue Musiker kommen hinzu, Präsentationsformen, Formate der Musikstücke entwickeln sich weiter. Wir achten auf die Ausgewogenheit der Musiker untereinander und möchten einen Kreis bilden, in dem jeder Mitwirkende mit jedem kommunizieren kann. In der Musik leben wir die Frage nach einer Integration auf unsere Weise, erproben ein neues Miteinander und geben uns Antworten auf die drängenden aktuellen Fragen mach Integration und Migration. Im Mittelpunkt steht die gute Musik.

Wir sind in den Stadtteilen der städtischer Gesellschaft begegnet. Durch das gemeinsame Musizieren loteten wir die Stadt aus, positionierten uns in den Räumen und machten diese zu eigenen Orten für eine neue eigene Erzählung. Die Gestaltungsmöglichkeiten im Miteinadnder und Selbstbefähigung entsteht.

Wir haben neue Klänge, Melodien, Harmonien und Rhythmen von einander gelernt und entwickelt und damit entfernte Orte entdeckt. Diese Musikstücke, deren Elemente einer religiösen Praxis entstammen, sammeln wir und tragen diese an die nächste Generation weiter. Diese Musiker sind Multiplikatoren, für das Verstehen und Ankommen in der neuen Gesellschaft, Archivar, Lehrer und Bewahrer der eigenen Kultur und Gestalter eines gemeinschaftlichen Raumes. Dafür wurden Saz (Langhalsgitarren), weitere Instrumente, Verstärker und Computer an interessierte Menschen verteilt, damit diese Musik weiter gespielt und geübt wird. Ziel ist es, aktiv das Leben zu gestalten und die eigenen Entscheidungen zu treffen.

Seit Herbst 2015 wurde in der Erstaufnahmeeinrichtung Schnackenburgallee (Hamburg Bahrenfeld) auf Initiative von Mitgliedern des Schubertchores Hamburg gemeinsam gesungen. Im Zuge dessen hat sich 2016 das „Ensemble Klangbilder“ formiert. Diese ehrenamtliche Initiative wurde gestartet, um Musiker konkret und praktisch auch im Alltag zu unterstützen. Dabei geht es um das musikalische Erbe und die Erinnerung in und mit der Musik zu bewahren und weiter zu tragen.

Kontakt

klangbilder@icloud.com

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